Signet der Doppelsparschleuse in HohenwartheDie Doppelsparschleuse mit Mittelmauer (Schachtschleuse) und je 3 Sparbecken besteht aus dem oberen Vorhafen, der Schiffsschleusenanlage und dem unteren Vorhafen. Die Anlage befindet sich nordöstlich von Magdeburg auf der ostelbischen Seite. MLK-km 325,1. Sie ist bequem über die BAB A 2 , Anschlussstelle Hohenwarthe/Lostau zu erreichen. Diese Schleuse wird mit ihren ~ 330.000 m³ Beton als das derzeitig größte zusammenhängende Betonbauwerk der Bundesrepublik angesehen.  Übergabe: 10.10.2003
ARGE mit den Firmen: Heitkamp, Bauer Grundbau und Stahlbau Plauen sowie Firmengruppe HYDRO/Wacht u. örtl. Firmen

         Technische Daten
Länge:         2 * 190,00 m
Breite:         2 *   12,50 m
Hubhöhe:       18,55  bis  19,05 m
Schleusentore:
Obertor (Zugsegmenttor)
Höhe:          5,30 m
Untertor (Hubtor mit Tormaske in Faltwerkbauweise) Höhe:  10,50 m
Pumpwerk:
3 Pumpen mit je 3,5 qm/s=10,5 qm/s
Bauzeit:   November 1998   bis  Herbst 2003
Baukosten:    210 Mio. DM
                     ~ 108  Mio. €   Ist: 137 Mio. €

Die Plankosten wurden am 10.01.2002 mit 230 Mio DM  also
 ~ 115 Mio. EURO beziffert.

Modellansicht der Doppelsparschleuse in Hohenwarthe (DSSH)

Jede Schleusenkammer weist eine Länge von 190 m auf und ist 12,5 m breit. Die Mittelmole mit einer Breite von 12,5 m trennt die beiden Schleusen- kammern. Die 24,5 m hohen Kammerwände sind in Längsrichtung in 14, durch Dehnfugen getrennte, Lamellen aufgeteilt. Diese Fugen nehmen die aus unterschiedlichen Baugrundsetzungen entstehenden Bauwerksbewegungen auf. Im Unterschied zur Sparschleuse in Querschnitt der DSSH mit den 1248 Betonpfeilern unter der Grundplatte Rothensee, die auf einer setzungsverträglichen segmentierten Grundplatte steht, wurde hier eine 5,5 m*53 m*250 m starre Grundplatte gewählt. Diese ruht auf
 1.248 Ortbetonbohrpfählen mit einem Durchmesser von 880 mm und einer mittleren Länge von 16 m. Fertigungszeit für einen Betonpfahl 20 Minuten! Diese Maßnahme ist den schwierigen geologischen Verhältnissen an dieser Stelle geschuldet. In dem abgebildeten Querschnitt kann man links das “beerdigte  Doppelhebewerk” erkennen, dessen Bau 1942 kriegsbedingt eingestellt wurde. Es waren baugleiche Hebewerke wie in Rothensee. Die Hubtore werden hydraulisch betätigt, sodass die erforderlichen Hydraulikzylinder bis in Höhe des Leitstandes reichen.

Der Vorteil einer Sparschleuse liegt darin, dass bei jeder Schleusung    rund 60 % Wasser gespart werden. Die terrassenförmig angeordneten Sparbecken (hier flach geQuerschnitt durch die DSSH mit Sparbeckengründet) haben jeweils eine Länge von 167 m und Breite von 15,5 m. Die Schleusenkammern sind durch je 2 Zulaufkanäle miteinander verbunden. Die Füllungs- bzw. Leerzeiten betragen rund 18 Minuten. Die Gesamtzeit für eine Kreuzungsschleusung beträgt max. eine Stunde. Eine Schleusenkammer nimmt während einer Schleusung ca. 44.000 qm Wasser auf. Das Sparprinzip kann man in dieser Querschnitts- darstellung gut erkennen. Über 3 Pumpen mit einer Nennfördermenge von insgesamt 10,5 qm/s wird der Wasserverlust beim Schleusungsvorgang ausgeglichen.

               Bauleistungen
Stahlbeton                                           320.000 m³       Erdbewegung                                   2.000.000 m³
Bewehrungsstahl                                  27.000 t          Spundwandstahl                                      4.500 t
Stahlwasserbau- Konstruktion              2.000 t          Großbohrpfähle                                      20.000 m
Schlitzdichtwand                                   44.000 m²       Spundwand                                              23.300m²
Anker                                                        12.000 m        Tiefenverdichtung           
                      28.000 m 
    

                   Technische Daten                                Bauleistungen:
Wassertiefe:       4,00 m    Dichtung       165.900 m²
Länge:    rund   5,00 km    Erdbewegung  1.007.000 m³
Breite:                 48,50  -  68,60 m                                                        
Bauzeit:      Herbst 1996   bis   Herbst  2003          

                                              Kanalstrecken im Bereich des WSK Magdeburg                 
Der Mittellandkanal (MLK) im Bereich des WSK verbindet die Bauwerke auf einer Gesamtlänge von 5 km miteinander. Der Wasserspiegel verläuft in einer gedichteten Dammstrecke bis zu 14 m über dem Gelände. Jeweils vor und hinter der einspurigen Kanalbrücke werden Wartebereiche für die Schifffahrt eingerichtet, westlich mit 665 m Länge und östlich mitWestlich der Kanalbrücke steht der Schifffahrt zusätzlich eine Liege-
stelle von 220 m zur Verfügung.
Die Kanalseitendämme werden mit einem drei Meter breiten Betriebsweg befestigt, der auch durch Spaziergänger und Radfahrer zur Erholung  und  Besichtigung  genutzt  werden  kann. Über sieben Rampen sind sie sicher erreichbar. Die Wassersportler können über vier Ein- und Aussetzstellen für muskelbetriebene Boote den Kanal erreichen. Westlich der Elbe wird der MLK durch die Unterführung Glindenberg vom Straßenverkehr gekreuzt. Östlich der Elbe führt bei Hohenwarthe eine neue Straßenbrücke über den künftigen MLK.  420 m Länge.

Kammerwände der DSSH in der Bauphase
Das Unterhaupt mit Steuerturm und Pumpenhaus(rechts)

Unten:
Unterhaupt und Pumpenhaus.
Das vorgelagerte Becken am Pumpenhaus dient der Reinigung des Wassers

Der Steuerturm am Unterhaupt in der Ausrüstungsphase

Oben:
Der Leitstand am Unterhaupt der Schleuse.
Künftig wird die gesamte Schleusenanlage durch eine Person gesteuert

Bildergalerie der Doppelsparschleuse vom 22. März 2003

Unterhaupt

Vorhafen

Pumpenhaus

Pumpenhaus

Sparbecken

Unterhaupt

Vorhafen

Pumpenhaus

Pumpenhaus

Sparbecken

Sparb.-Haus

Kammer

Auslauf

Sicherung

Steuerturm

Sparb.-Haus

Kammer

Auslauf

Sicherung

Steuerturm

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Doppelsparschleuse Hohenwarthe
Double-, Group of Locks Baujahr 2003