
Kernstück des Wasserstraßenkreuzes Magdeburg ist die längste Kanalbrücke (Trogbrücke)der Welt!
Sie führt den Mittellandkanal über die Elbe hinweg und ist insgesamt 918 m lang. Die Kanalbrücke besteht aus der 228 m langen Strombrücke und der aus 16 Feldern bestehenden Vorlandbrücke, die als Flutbrücke für den Hochwasserabfluss der Elbe erforderlich ist. Die architektonische Gestaltung macht die Trennung von Strom- und Vorlandbrücke sichtbar. Plankosten: 105 Mio. € (225 DM) Ist: ~ 110 Mio €
Am 2. Oktober 2001 wurde im Trog das Richtfest der Kanalbrücke gefeiert! Am 15. Oktober 2002 wurde erstmalig die Kanalbrücke geflutet.
Die Übergabe von Kanalbrücke und Doppelsparschleuse Hohenwarthe und damit die Verkehrsfreigabe des WSK Magdeburg erfolgte am 10. Oktober 2003 durch Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe.
Die Kanalbrücke, auch Trogbrücke genannt, erhielt den “Ingenieurbau-Preis 2004”! Dieser Preis wird seit 1988 alle 2 Jahre an ein Bauwerk in Deutschland, Österreich oder der Schweiz verliehen. Auslober ist der 1851 gegründete Verlag Ernst & Sohn.



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Technische Daten: |


Strombrücke
Die Tragbodenkonstruktion bestehend aus 63 Teilen wiegt 3.560 t. Die der Hauptkonstruktion aus 66 Teilen mit einem Gewicht von 5.850 t. Die Endmontage erfolgte am Ostufer der Elbe. Die Brücke ist 228 m lang, 34 m breit. Die Wassertiefe beträgt 4,25 m. Maximale Stützweite = 106 m.
Die Vorfertigung erfolgte für den Tragboden erfolgte im Werk Saaralbe und für die Hauptkonstruktion in den Werken Homburg und Niesky. Der Transport erfolgte ausschließlich über die Straße. Das Walzmaterial wurde von der Dillinger Hütte geliefert.
Vorlandbrücke
Die Vorlandbrücke ist ein 16-feldriger Durchlaufträger mit einer einheitlichen Stützweite von 42,85 m. Die Trogbodenkonstruktion bestehend aus 119 Teilen wiegt 6.650 t. Die Eckteilkonstruktion bestehend aus 66 Teilen wiegt 2.650 t und die Randträger bestehen aus 34 Teilen und wiegen 3.100 t.
Die Fertigung der Gesamtkonstruktion ist auf drei Werke verteilt, Firma SAM Magdeburg für die Randträger, Firma OSB Oderberg für die Eckteile und Firma Arend in Mazieres les Metz (Frankreich) für die Längsträger. Die im Werk vorgefertigten Teile werden im Wesentlichen per Schiffstransport zur Baustelle transportiert. Das Walzmaterial liefern die Dillinger Hütte und Stahl Salzgitter.
In beiden Brückenteilen wurden LP-Bleche der Dillinger Hütte in großem Umfang verarbeitet. Man kann sie deutlich unter der Kanalbrücke erkennen.
Der Anstrich der gesamten Brücke hat eine Gesamtfäche von 249.850 m², was ca. 23 Fußballfeldern entspricht.
Widerlager West
Dieses Widerlager erhält eine Hochwasserentlastungsanlage für den Mittellandkanal. Hierüber können 44 qm Wasser pro Sekunde abgelassen werden. Das Widerlager wird mit Ortbetonrammpfählen d=51 cm tiefgegründet.
Vorlandpfeiler
Die Gründung der 17 Vorlandpfeiler erfolgt ebenfalls auf Ortbetonrammpfählen d=51 cm. Sie sind im Mittel 12 m lang und binden 5 m in den Geschiebemergel ein. Insgesamt wurden ca. 15.000 m Ortbetonrammpfähle erstellt.
Widerlager Ost
Dieses Widerlager steht auf 122 Ortbetonrammpfählen. In diesem Widerlager sind Betriebsräume, Traforäume und die Aggregaträume für die Luftsprudelanlage integriert.
Strompfeiler
Die vier Strompfeiler wurden flach gegründet. In jedem Pfeiler wurde ein 5fach- Extensometer der Fa. Glötzl Baumesstechnik in 40 m Tiefe installiert. Die Lastaufnahme erfolgt über eine Stahlplatte von 80 mm Dicke und einem Durchmesser von 2.200 mm. Die Tragfähigkeit der Kalottenlager beträgt 13.500 t.







Links:Vorladbrückenteile
Mitte: Fendervormontage
Rechts:Fahrbahndehnfuge





Oben: Hochwasserentlastungsanlage
Links von oben: Westliches Widerlager
Hochwasserentlastungsbecken südlich
Mittellandkanal Richtung Westen
Südlicher Betriebsweg mit Fenderpuffer
Links direkt: Vorbereitung des Einbaus der Omeggadichtungen im östlichen Widerlager
Rechts: Dammtafen eingebaut für Flutung der Kanalbrücke
Unten:Am 15. Oktober 2002 begann um 14.30 Uhr die Flutung der Kanalbrücke. Foto: Oliver Schlicht aus der Magdeburger Volksstimme
Die geplanten 100 Tage Belastung mussten nicht eingehalten werden, da die Setzung der Kanalbrücke relativ schnell beendet war. So konnte bereits vor dem strengen Frost das Wasser wieder abgelassen werden. Wesentlicher Grund
war jedoch, dass in diesem Zeitraum die Sprudelanlage einem 70 Stundentest unterzogen wurde. Das Wasser hatte sich dadurch in der Kanalbrücke gegen 0° C. abgekühlt und es wäre bei einem weiteren Betrieb schlagartig zur Vereisung des Wassers in der Kanalbrücke gekommen. Bei einem späteren Normalbetrieb kann das Wasser in der Kanalbrücke über einen Ablass durch die Schleuse in Hohenwarthe ausgetauscht werden bzw. der normale Betrieb gewährleistet den Wasseraustausch.
Lastfälle der Kanalbrücke:
1. Eigengewicht 20% ( 80% Wasserlast) 2. Wasserlast 3. Wind 4. Verkehrslasten (Betriebsweg mit LKW befahrbar)
5. Setzungen bzw. Hebungen des Baugrundes 6. Schiffsstoß (seitliche Havarie) 7. Gesunkenes Schiff
8. Eislast 9. Lastfall Temperatur (60 °C. bis 70° C. Erwärmung bei Ausgangswert 20° C.--> Diff. 50° C.)
10. Erdbeben (Stoß zweier Erdschollen, Kalibergbau)
Dieses Foto hat einen Link zur HP des WNA - Magdeburg. Hier zeigt eine Web - Kamara ein aktuelles Foto von der Kanalbrücke und von der Sparschleuse Rhotensee.
Achtung: Die Wegweiser haben die Aufschrift “Trogbrücke”
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Der Bau der Kanalbrücke erfolgt durch die Dillinger Stahlbau GmbH und die Bauaktiengesellschaft Bilfinger + Berger. Mit der Qualitätssicherung wurde die Firma BGS Ingenieursozietät Hannover beauftragt. |


