Köthen in Sachsen-Anhalt

1948 zogen wir nach Köthen in Sachsen-Anhalt. Es war Herbst und die Umstände waren alles andere als schön, denn man konnte nicht einfach von Sachsen nach Sachsen-Anhalt ziehen. Wir hatten also etwas Glück und die Beziehungen des damaligen Holzhändlers Günther Wolff, mein Onkel und Arbeitgeber meines Vaters, halfen. Es wurde zufällig die Familie Janusauskas (litauischer Abstammung) aus Köthen in Sachsen - Anhalt nach Sachsen ausgewiesen, weil er angeblich als Dolmetscher mit den Russen Geschäfte gemacht hatte, die nicht in den Rahmen passten. Ja und nun passierte es, er kam mit Sack und Pack nach Stöntzsch bei Pegau in Sachsen und als er sah wo er einziehen sollte, wies er den Spediteur an sofort nach Köthen zurückzufahren. ... und wir saßen auch auf auf unseren gepackten Sachen und waren ratlos. Aber am nächsten Tag stand der Umzugswagen wieder vor der Tür und zwar mit einer Polizeieskorte und ab ging es nach Köthen. Unser Mobiliar war sehr spärlich, fast gar nichts, aber wir hatten viele Kaninchen und jede Menge Gestoppeltes - hauptsächlich Rüben und Kartoffeln sowie jede Menge Brikett. Für diese Sachen war ein extra Hänger erforderlich. Wir Kinder mussten hinten  im Umzugswagen mitfahren. In diesem waren einige Löcher im Boden und an der Rückwand, sodass wir wenigstens ein wenig sehen konnten.
Unser Ziel war die Ludwigstraße 12 bei Familie Gese und die Kaninchen landeten auf dem Holzplatz der  Holzhandlung Wolff in der Nähe des Bahnhofes und die Biester mussten weiter gefüttert werden ......
 

Mit meiner Mutter Herta Nienke und ihren Lieblingen, den Angorakaninchen
Die Volkstanzgruppe der Augustenschule um 1950

In der Volkstanzgruppe der Augustenschule in Köthen durfte ich (sitzend rechts) mich 1950 “künstlerisch”  austoben. Leider weiß ich nicht einmal mehr, wer meine Partnerin war. An dieser Schule gab mir die Lehrerin Frau Österreich den Spitznamen “Paul Kemp” weil ich ihm ähnelte. Die Zeit an der Augustenschule war sehr stürmisch.

Meine Mutter liebte Angorakaninchen

Gruppenfoto der Konfirmanden 1951 Martinskirche

Konfirmation am 11. März 1951 in Köthen/Anhalt
Gruppenfoto der Konfirmation vor der Martinskirche in Köthen mit Pfarrer Widrina. Eigentlich hätten wir 2001 “Goldene Konfirmation” begehen können. Leider gab es für mich keinen  erkennbaren  Interessentenkreis dafür. Anmerken möchte ich, dass die Präparandenzeit super war. Wir nutzten die dabei freien Zeiten zum Versteckspiel im Turm und so kam es vor, dass auch mal die Kirchenglocke läutete. Leider wird die Martinskirche, so weit ich weiß, nicht mehr als Kirche gebraucht - sie soll jetzt ein Musiktempel sein? Wer findet mich auf dem Foto?

Nach der Konfirmation gings zum Fotografen in der Aribertstraße
Ich mit Marinehosen und Selbstgestricktem(Mama) auf dem Schulhof 1952
Günther Pfannenberg und ich 1952 in der Lohmannschule

...mit
 Günther
 Pfannen-berg

8. Klasse Lohmanschule 1952

Gruppenfoto 1952 der 8. Klasse  der Grundschule IV in der Lohmannstraße von Köthen - Anhalt
 
Am tollen Pulli mit den vier Querstreifen kann man mich unschwer erkennen. Übrigens lautete mein Spitzname hier “Niemek”. Grund: Ein Lehrer konnte sich partout meinen Namen nicht merken und nannte mich trotz Protestes   zur Freude meiner Klassenkameraden immer wieder so. Klassenleiterin war Frau Kußmaul und Schulleiter Herr Liebig.
V.l. stehend: Dieter Gredler, Rolf Koch, Manfred Schulze, Günther Walter, Wolfgang Börner,
 Udo Jackowski, Wolfgang Nienke, Horst Pauling, Franz Pobbig, Christa Walter, Lothar Walter,
 Helga Thielicke, Liane Schmelter(Schädlich), Christa Gieseler(Rößchen), Rotraud Homann(Stüver),
Astrid Fiering, Hanni Jäger, Edith Sohn(Reichert), Ilse Huhnholz(Renneberg),
 Helga Schiffner(Wiesenmüller)
V.l. unten Peter Holzhausen,  Günther Pfannenberg, Horst Richter,  Margit Jökertitz(Weigel), Renate Koch, Margit Wilke, Inge Navrocki
Nicht auf diesem Foto: Dorethea Karkosch(Otto), Hanni Jäger, Günther Walter, Ruth Jost, Helga Büttner(Freitag), Inge Höpfner(Weber)
Klassentreffen wurden 2003, 2006 und 2007 durchgeführt

Ende der Berufsschule 1954 in Osterköthen

Lehrabschluss
Von 1952 bis 1954
lernte ich beim VEB Förderanlagenbau Köthen den Beruf eines Maschinenschossers.

Das Foto zeigt uns vor der Berufsschule in Osterköthen. Von meinen Mitstreitern erkenne ich noch: Gerda Brehme, Anja Kosmala, Dieter Nispel, Bernd Wilde, Josef Zwerenz ...

Wer hilft weiter?





 

Nach der Lehre arbeitete ich beim VEB Förderanlagenbau zuerst als Maschinenschlosser und dann als Stahlbauanreißer. Von Mai 1955 bis Mai 1957 diente ich freiwillig bei der KVP/NVA. Dafür wurde mein Bruder Klaus, der zu dieser Zeit arbeitslos war, eingestellt! Nach der Armeezeit arbeitete ich zunächst als Montageschlosser und dann wieder als Maschinenschlosser. In dieser Zeit bereitete ich mich auf mein Ingenieurstudium in Roßwein/Sa. vor. Diese Delegierung war auch Bestandteil der Verpflichtung meiner Firma für meine freiwillige Verpflichtung bei der Kasernierten Volkspolizei - Einsatzort Leipzig und Halle/S.

Paul Jänicke, Erich Trempler und ich , jahrelange Freundschaft

Hier gibt es Berichte zu den Klassentreffen meiner Grundschulklasse in der Lohmannschule

Langjährige Freunde aus der Ludwigsstraße in Köthen waren:
Paul Jänike und Erich Trempler (von links)