Fünf Jahre sind seit 1998 vergangen und so wurde es höchste Zeit, dass wir wieder einmal meine ehemalige Heimat, das Memelgebiet in Litauen, besuchen. Da wir keine Visa mehr Das Wappen Litauensbrauchen sind nur noch Zeitraum, Reiseziel, Quartier und Verkehsmittel zu planen. Fest stand: Es muss warm sein -baden, wir nehmen eine Fähre,  mieten uns ein Auto in Litauen - unabhängig sein, Übernachtung in Heydekrug (Silute) -  kein Hotel. Über das Reisebüro “Rogebu” buchten wir die Fähre und der sich ergebende Termin war an die freien Plätze der Fähre gebunden, weil wir uns erst im Juni zur Reise entschlossen. Damit stand fest: Abfahrt mit der Fähre von Kiel am 16. August 2003 und Rückfahrt von KlaiFähre Kaunas der litauischen Reederei  Lisco Baltic Service GmbHpeda (Memel) am 24. August 2003. Der Preis betrug gesamt 173 €/Person in einer Viermannkabine. In Silute buchten wir über die Internetadresse www.heydekrug.de ein Doppelzimmer in der gleichnamigen Pension. Nach dieser Terminierung informierten wir unsere weißrussischen Freunde inTatjana und Wladimir aus Minsk Minsk mit dem Ergebnis, dass sie den Urlaub gemeinsam mit uns verbringen würden, und wir buchten für sie in der gleichen Pension ein Doppelzimmer. Preis: 25 €/2-Bettzimmer mit Frühstück. Ein Auto brauchten wir nun nicht mehr, da unsere Freunde mit Auto anreisten. Wichtig war aber, dass wir auf dem Gelände der Pension eine Garage für 4 €/Tag mieten konnten. Ausserdem hat es in Litauen auch einen Wandel gegenüber der russischen Sprache gegeben - man kann Russisch sprechen ohne schief angesehen zu werden und man bekommt auch eine Antwort. Insofern waren Tatjana und Wladimir für uns eine zusätzliche Hilfe, wenn es um Auskünfte ging, denn sehr viele Litauer sprechen ein sehr gutes und akzentfreies Russisch. Bei den jungen Leuten sieht es zwischenzeitlich anders aus, sie lernen und sprechen jetzt Englisch. So war es z.B. angenehm für alle, wenn wir mit Deutsch sprechenden Litauern zusammen waren, dass wir mit ihnen Deutsch sprachen und unsere Freunde Russisch. Die Tagesplanung wollten wir in Silute in Abhängigkeit vom Wetter vornehmen. Wir nahmen uns vor richtig Urlaub zu machen und dabei auch auf den Spuren unserer Vorfahren zu wandeln. In Kiel hatte Karin vor dem Mauerbau oft Ferien bei Tante Toni gemacht und so nahmen wir uns vor das Haus und die Umgebung von Tante Toni, die es schon lange nicht mehr gibt, aufzusuchen. Linas und Neringa aus Kaunas - unsere KabinenpartnerDanach ging es zum Ostuferhafen in Kiel. Unser Auto blieb auf einem bewachten Parkplatz im Fährhafen stehen. Hier startete unsere litauische Fähre “Gloria”, die der oben abgebildeten Fähre ähnelt. Nach der Einschiffung, ein schönes Wort, waren wir natürlich gespannt, wer werden unsere Kabinenpartner? Es waren Litauer, ein junger Geschäftsmann - Linas mit seiner noch jüngeren hübschen Freundin - Neringa aus Kaunas. Sympathische offene und zuvorkommende Menschen mit denen man komplikationslos reisen konnte. Er sprach neben Englisch und Russisch ein sehr gutes Deutsch und so gab es keine Verständigungsprobleme. Wir tauschten die Adressen und Linas lud uns für einen Tag nach Kaunas ein, was mit sachkundiger Führung natürlich sehr reizvoll ist. Da wir unser Handy hatten, konnten wir uns jederzeit verständigen, denn Litauen hat mehrere gut ausgebaute Funknetze. Linas erkundigte sich auch täglich über unser Befinden, die Erlebnisse und Vorhaben. Als wir am 17. August gegen 19.00 Uhr litauischer Zeit in Klaipeda eintrafen, sollten uns unsere Freunde vom Fährhafen abholen. Da sie sich aber maßlos in Klaipeda verfahren hatten, kamen sie fast 2 Stunden später an. Diese zwei Stunden waren natürlich nervenaufreibend, wir wussten jedoch, dass sie unterwegs waren, da wir uns per Handy in der Pension “Heydekrug” erkundigt hatten. Nach der herzlichen Begrüssung ging es ab nach Silute (~ 50 km), schnell wurden  die Sachen auf ‘s Zimmer gebracht und dann gingen wir in die Gaststätte (Kavine) “Gilijos” zum Nachtessen im wahrsten Sinne des Wortes. Für uns war diese Gaststätte in Silute die angenehmste mit einem guten, schmackhaften und reichlichen Essen. Durchschnittlich kostete das Essen umgerechnet zwischen 3,50 bis 4,50 € und man konnte in Lit oder Euro bezahlen. Mit einem Bierchen aus Klaipeda klang der erste Reisetag schön aus.   Fotogalerie

Am 18. August 2003, unser 2. Tag in Litauen, trafen wir uns zum Frühstück und beratscFrühstückstisch in der Pension mit Tatjana und Wladimirhlagten, wie es weiter gehen soll. Wladimir hatte die Nachrichten gehört und wusste, dass es nach wochenlanger Trockenheit einen Wetterumschwung geben wird. Heute war ein sonniger Tag zu erwarten und so wollten wir erst einmal auf der Kurische Nehrung baden in der Ostsee. Schwarzort war angesagt, weil wir vor fünf Jahren in Nidden (Nida) waren. Für den späten Nachmittag nahmen wir uns vor rechts von der Sziesze nach Sziesze (Sysa) zur ehemaligen Schule von Sziesze und allgemeinen Spurensuche zu fahren. Grundsätzlich gaben wir eine feste Tagesplanung wegen der sich ändernden Tatjane zeigt den soeben gekauften  ZanderWitterung auf, warum auch nicht, wir hatten doch Urlaub. So wurden die Badesachen eingepackt, das Auto startklar gemacht und ab ging es nach Memel zur Fähre auf die Kurische Nehrung. Nach dem Übersetzen mit der Fähre fuhren wir nach Schwarzort (Juodkrante). Für Neulinge: In Klaipeda  gibt es zwei Fähren über das Haff, aber beide kommen an. In Schwarzort fuhren wir erst einmal mehrmals im Kreis um die schmale Straße zum Ostseestrand zu finden. Dann ging es über die Düne und der herrliche Ostseestrand lag vor uns. Am Strand gab es Umkleidekabinen und auch eine Strandversorgung (Kiosk) - vollkommen ausreichend. Nach ein paar Stunden war genug gesonnt und gebadet. In Schwarzort gibt es schöne Gaststätten mit  preiswerten Angeboten und qualitativ gutem Essen. Und für unterwegs gibt es viele private Fischstände mit frischem geräuchertem Fisch - wir wählten Zander! Nach einem Spaziergang durch Schwarzort an der Haffseite fuhren wir zufrieden nach zurück nach Heydekrug. Juodkrante bietet viel Holzschnittkunst und interessante Skulpturen.
Nach Ankunft Heydekrug fuhren wir über den ehemaligen Marktplatz rechts der Schieße in Richtung Atmath. Es ist ein Sommerweg, der früher einmal zur Übersetzstelle der Fähre nach Kuwertshof führte. Heute ist rechter Hand eine neue Siedlung und ein riesiger Garagenkomplex für private Pkw. Dann kommt ein Kanal Elche in der Nähe von Heydekrug 1988aus deutscher Zeit und ein altes Schöpfwerk zur Sziesze hin. Hier befindet sich auch eine Kläranlage, die allerdings nur mechanisch reinigt, aber ein Anfang. Als ich die Anlage sah, dachte ich es sei eine nicht fertiggestellte Fabrikanlage aus sowjetischer Zeit. Dann kamen wir an ein paar alten Gehöften vorbei zum Ruß(Karte). Hier badeten zwei ältere Litauerinnen und ein Mann sah ihnen zu. Das Wasser sah einigermaßen gut aus, mehr kann man über die Güte des Wassers nicht sagen. Und es gab ein paar kleine kläffende Hunde, die uns ständig umkreisten. Für meine Briefpartnerin in Australien, Frau Vera Gelzinis geb. Grunwald aus Atmath (Kuwertshof2/Sziesze/Sysa), wollte ich die Schule von Sziesze fotografieren, und so fragten wir die badenden Litauer (auf Russisch) nach dem Weg zur Schule. Das Gelände der ehemaligen Schule war aber eingezäunt und verschlossen und ein paar Hunde machte wieder ein Theater, sodass wir nicht nahe genug rankamen. Daneben war bereits ein neues Gebäude entstanden - ein Reicher aus Silute hieß es. Dann kamen wir noch an einen betonierten Fähranleger und ich nahm an, dass dies die alte Fährstelle sei. Aber es war eine sowjetische Militäranlage zum Einsetzen von Pontons. Hier in der Nähe hatte ich bei meinem ersten Besuch 1988 eine Gruppe von Elchen getroffen. Damals nieselte es und sowohl die Elche und wir waren alle über unser Zusammentreffen erstaunt. Sie waren keine 10 m von uns entfernt. Zum Glück konnte ich noch rechtzeitig den Fotoapparat aus dem Auto holen, um sie zu knipsen, als sie sich bei einem kurzen Halt noch einmal umdrehten und dann  endgültig im weiten Gelände verschwanden...            Fotogalerie

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Der zweite Tag  -  18. August 2003

Fotogalerie Teil 1 der Reise nach Litauen vom 16. bis 25. August 2003

Karin und Wolfgang auf der Fähre in Kiel

Abfahrt

Gloria

Kabine

Hafen KL

Kai

Cargo Ser.

Wir vier

Abendbrot

Schwarzort

Am Haff JU

Hexenberg

Steinfisch

WIR in JUO

Fähre KL

M M M

Schule SY

Sysa

Sziesze

Sziesze Sil

Bootstrip

Alte Fährstelle

General

Seerosen

Führer

Minge1

Minge2

Minge3

Smailus

Sziesze1

Sziesze2

Im Haus

Friedhof

Kurenkahn

Leuchtturm

Brücke

Rusne-Haus1

Rusne-Haus2

Kirche

Post

Schule

Störche

Landsleute

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NaBruno Kallweit aus Sysa als Bootsführerch unserem Trip auf die Kurische Nehrung wollten wir am dritten Tag, am 19. August 2003, einen Ausflug mit dem Motorboot auf dem Rußstrom (Athmat) bis zum Kurischen Haff unternehmen. Dazu hatten wir uns am Vortage entschlossen und unser Pensionswirt meldete uns bei Bruno Kallweit an. Bruno kannten wir allerdings schon von unserem Besuch im Jahre 1998. Er ist Deutscher und hat das ehemalige Gelände und etwas mehr von Tischlermeister August Nienke, erworben. Das alte Haus von August Nienke “steht noch” und daneben hat Bruno ein Haus gebaut. Hier wohnt er mit seiner Frau Aurelija und Kind und dann ist ein weiteres Haus im Bau. Bisher hatte er noch nicht vermietet, was sich bei der idealen Lage an der Szieszemündung zum Ruß anbieten würde. Zu Bruno Kallweit kommt man über die Landstraße nach Rusne (Ruß). Vor der Brücke biegt man rechts ab auf einen Sommerweg und fährt fast bis zur Sziesze. Am alten Friedhof, den man aber nicht mehr als solchen erkennt (verwildert) biegt man links ab. Dann weiter bis zum kleinen Hafen von Bruno fahren. Bruno sagte, wenn die Sowjets noch zwei Jahre geblieben wären, dann wäre der Sommerweg asphaltiert gewesen, aber heute hat die Stadt/ der Kreis kein Geld. Wen die Anschrift von Bruno interessiert - anfragen per e-Mail oder Feedback!
Nach der Begrüßung stiegen wir in eines seiner 3 Motorboote - Preis ist zu verhandeln, groß genug für 4 Gäste und dann fuhren wir aus der Sziesze rechts in den Ruß (Memel, Athmat) in Richtung Kurisches Haff (Karte). Nach gut 150 m, hinter dem Pontonanleger hielten wir an der Stelle, wo zu deutscher Zeit die Fähre übersetzteKarin mit Wind- und Regenschutz während der Bootspartie auf dem Athmat zur Insel. Auf der Fahrt zur Kurischen Nehrung lag links der alte Leuchtturm von 1876, der nicht mehr genutzt wird, weil die Bäume davor zu hoch und dicht sind, um sein Licht durchscheinen zulassen. An der Mündung des Athmat sah man rechts auf einer Sandbank hunderte von schwarzen Kormoranen, die sehr unbeliebt bei den Fischern sind. Ein Stück weiter draußen erreichten wir den “General”, eine zentrale Leuchtboje im Haff und uns erreichte der bekannte Wind an der “Windenburger Ecke -Vente” mit einem Regenschauer. Bruno störte dies gar nicht, Karin zog die Kapuze über und Tatjana verschwand mit Wladimir in der Kabine im Vorschiff. Als wir den Athmat wieder erreichten hatte sich das Wetter beruhigt und schipperten wir die Minge hinauf nach Minge (Minija), dem einzigen Ort Litauens, der nur per Boot erreicht und versorgt wird. Man nennt ihn deshalb das “Litauische Venedig”. Die erhalten gebliebenen Häuser aus dem 19. und 20. Jh. sind größtenteils renoviert. Hier begegnet man auch vielen Touristen mit eigenen Booten. Auf der weiteren Rückfahrt holte uns Bruno aus den kleinen Nebenarmen Seerosen und Rohrkeulen. Als Ausklang unseres 2-Stunden-Trips fuhren wir nach Ruß (Rusne). Hier teilt sich der Ruß in den Athmat und die Skirwiet und bildet die Deltamündungsinsel Ruß. An dieser Ecke beginnt auch das nördliche Ostpreußen (Kaliningrader Gebiet). Die Litauer fahren ungern mit ihren Booten auf die Skirwiet, weil die Russen bei überschreiten der Mitte des Flusses ohne zu zögern schießen - sagt man! Wesentlich, hier kann man das alte Brückenlager der gesprengten Brücke von Heydekrug nach Ruß gut erkennen.
Bettelnder Junge in Rusne/RußDen Nachmittag ließen wir mit einem Besuch der Insel Ruß mit Litauens einziger auf einer Insel liegenden Stadt ”Ruß/Rusne” ausklingen. Ruß ist eine der ältesten Siedlungen im Memeldelta - 15 Jh. Es gibt noch viele renovierungsbedürftige Holzhäuser. Kirche, Schule und ehemalige Post wurden renoviert. Neu sind die Bestrebungen nach einer ökologischen Landwirtschaft. Hierzu hat sich ein Verein gegründet, die vom Holländischen Naturschutzfonds unterstützt werden. In Rusne gab es auch bettelnde Kinder - Lit, Lit, Lit...          In der Fotogalerie Teil 1 finden Sie Fotos hierzu.

Der dritte Tag  -  19. August 2003

Plan von Schwarzort - zweitgrößte Siedlung auf der Nehrung
Steinskulptur am Haff in Schwarzort (Juodkrante)
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Heydekrug - Sziesze - Ruß oder Silute - Sysa - Rusne

Der viertete Tag  -  20. August 2003

Der Plan von Palanga
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Kitsch gibt es auch in Palanga

Das Wappen von Palanga gegr 12.April 1253Heute haben wir den vierten Tag in Litauen, das Wetter ist schön, aber ein bischen windig - genau das richtige für einen Besuch in Palanga, wenn möglich mit einem Bad in der Ostsee. Palanga feierte in diesem Jahr sein 750jähriges Bestehen. Palanga ist das ultimative Seebad der Litauer, ihre Sommerhauptstadt - groß, im Zentrum laut, viele Ferienquartiere, für jeden Topf gibt es einen Deckel, kulturelle Angebote  - Museen, Kirchen, Parks, Skulpturen. Lange vor Palanga wurden bereits die ersten Zimmer angeboten. In Palanga wurden wir von einem Radfahrer eingeholt - ein Litauer, der, zusammen mit einer Weißrussin eine Pension aufgebaut hatte. Sie brauchten auch noch Gäste. Da wir aber nur baden und bummeln wollten, bot er uns an auf ihrem Hof kostenlos zu parken - vielleicht sind wir ja irgendwann dort Gäste. So ging es dann direkt zum Strand. Da es recht windig war wurde ein Windschutz ausgeliehen. Baden, sonnen und dann ab in den Ort. Hier aßen wir etwas und sahen uns das  schöne Seebad an. Dazu gehörte abschließend der Besuch der beliebten Seebrücke. Sie ist 470 m lang und wurde 1997 neu errichtet.  Gleich anschließend die Fotogalerie dazu.

Zurück in Heydekrug machten Wladimir und ich uns auf, um Walter Wallenschuss in der ehemaligen Bismarck- Kolonie zu suchen. Zalgiriai heißt es heute. Die Siedlung oder was von ihr übrig ist - vielleicht 10 Häuser - früher 300, liegt links der Landstraße nach Ruß/Rusne. Wir fanden das Haus sehr schnell, es ist der zweite Weg und hier das erste Gehöft. Walter war nicht da, aber seine Frau, eine Litauerin. Wladimir fragte sie auf Russisch, wo Walter ist. Er war mit seinem Pferd beim Hufschmied in Heydekrug. Wir fuhren den Weg weiter runter, machten ein paar Aufnahmen von den trostlosen und verwahrlosten Häusern und fuhren zurück nach Heydekrug. Unterwegs trafen wir Walter. Ich rief aus dem Auto: “ Walter Wallenschus???” Antwort: “Jawoll!”. Die Fotos hierzu sind in der Fotogalerie Teil 4 zu finden, die nach einem weiteren Besuch bei Walter steht.

Pension

Strand 1

Strand 2

Shoppen

Wawun & I

Hunger

Ferienhaus

Baras

Haus

Hotel

Malerin

Seebrücke

Wir Zwei

Karin

Fotogalerie Teil 2 der Reise nach Litauen - Besuch in Palanga

Der fünfte Tag  -  21. August 2003

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Dieser König ??? machte  Litauen so groß, dass es fast bis Moskau reichte.Unser Ziel am 21. August ist Kaunas, wir folgen damit gern der Einladung von Linas aus der zweitgrößten Stadt Litauens. Sie war sogar von 1920 bis 1941 Hauptstadt Litauens. Treffpunkt war die 1. Autobahnabfahrt in Kaunas. Danach fuhren wir zu einem Parkplatz im Zentrum der  Stadt und machten einen Bummel von der Neustadt zur Altstadt. Damit wir nicht alle zum Parkplatz zurück gehen mussten, holten Linas und Wladimir die Fahrzeuge zur Altstadt und Wladimir fing sich eine Kralle ein. Die nachfolgende Fotogalerie folgt in etwa dem Weg den wir zurücklegten. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit wurde operativ die Zielsetzung geändert. Endpunkt war dann die Datsche seiner Mutter etwas außerhalb der Stadt gelegen. Sie wohnt hier mit seiner Schwester den ganzen Sommer. Hier wurde gegrillt, aber nicht einfach wie bei uns Steak, Rostbratwürste u.ä. die es in jedem Supermarkt gab  - nein, Linas besorgte Rinderfilet. Holzkohle entstand aus viel Holz und vom Nachbarn gab es selbstgemachtes scharfes Grillgewürz. Da man ihnen die Stühle gemopst hatte dienten uns ein paar Steine als Tisch und Stühle. Es schmeckte jedenfalls köstlich. In der Nähe der Datsche machten wir noch einen Spaziergang zu einem Stausee. Der Hund Linas kämpfte mit dem Hund der Schwester - zwei Rüden, die sich im wahrsten Sinne des Wortes nicht riechen können. Dann sollten wir noch in Kaunas übernachten. Es war  gegen 22.00 Uhr und so entschlossen wir uns doch lieber zu unserer Pension in Silute zu fahren. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an Linas und seine Familie für die Einladung und ganztägige Betreuung! Auf der Rückfahrt versuchte ich Wladimir zu überreden ein wenig schneller als erlaubt zu fahren. Pustekuchen - er blieb eisern korrekt.Na pagadi Wawun!

Rathaus

Brunnen

Kirche Kaunas

Zool. Museum

Kutsche

Rathaus

Älteste Kirche

Donnergott

Memel-Neris

Burg

Strafe

Kloster

BBQ

Stausee

Blessuren

De Oadebar
De Oadebar, de hätt e lange Näs’,
un wenn er önne Groawe steiht,
denn kickt er noa de Wäs’.

De Oadebar hätt rode Strömpkes an,
un wenn er oppe Dack spazeere geiht,
forts wie e Edelmann
.

De Oadebar, dä leggt e grotet Ei,
un wenn det Junge wöll ruterkoame,
denn hackt er et entzei.

De Oadebar, dä steiht opp sinem Nest,
un wöll er sick e Varjneege moake,
denn klappert er möt sne Freß.

 Vom sechsten bis letzten Tag  -  22. bis 25. August 2003

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Die letzten Tage waren wieder mehr Heydekrug und der Umgebung gewidmet. Wir besuchten das kleine  Museum von Silute. Dort sprachen wir mit Brigite Dulkies, eine Deutschstämmige, die jeweils von Mai an im MusDas heutige Wappen von Silute - früher Heydekrugeum tätig ist. Die Leiterin des Museums ist Frau Rosa Sikskiene, die ebenfalls Deutsch spricht. Das Meseum hat eine Website www.silutemuziejus.lt  und dazu natürlich eine e-Mail-Adresse muziejus@silute.omnitel.net. Im Museum kann man alte Adressbücher einsehen und bekommt als Deutscher auch sehr wertvolle Hinweise über die Vergangenheit. Anschliessend waren wir in meiner ehemaligen Schule. Der Direktor spricht Deutsch und empfängt gerne ehemalige deutsche Schüler. Lieder war er nicht anwesend, weil noch Ferien Waren, aber die Sekretärin empfing uns sehr herzlich und zeigte uns das “Museum” der Schule, in der die deutsche Vergangenheit ebenfalls seinen Platz gefunden hat. Die Stadt selbst hat in den letzten 5 Jahren keinen wesentlichen Wandel erfahren. Fahne mit Wappen von KlaipedaRenoviert wurden doch ein paar wichtige Dinge, wie die Hauptstraße, die Evangelische Kirche, das Postamt, die Feuerwehr. An der Hauptstraße elbst wurde ein Supermarkt “Maxima” errichtet, der täglich bis 24 Uhr geöffnet ist. Hauptsächlich längs der Hauptstraße haben sich vile neue Geschäfte eingerichtet. Auffallend war dabei, dass man die Häuser bis zu 1. Etage renoviert hatte, wie es im Foto von der Tilsiter Straße zu sehen ist. Vielleicht vergleichen Sie mal die Fotos von 1998 mit denen von heute. Am 23. August 2003 hatten wir vor den neuen Markt von Silute zu besuchen. Wir taten dies auch, entschlossen uns jedoch kurzfristig diesen zu verlassen. Es lohnt sich nicht diesen Markt zu besuchen, denn im Wesentlichen werden landwirtschaftliche Produkte, die üblichen billigen Kleidungsstücke und etwas Schrott angeboten. Also machten wir noch eine Tour nach Memel, um das Simon-Bach-Denkmal und andere Sehenswürdigkeiten anzusehen.
Der 24. August war unser Abreisetag. Wladimir und Tatjana wollten uns ursprünglich zu Fähre nach KlaipedaRenovierte evangelische Kirche in Heydekrug/Silute bringen. Auf die Fähre konnten wie ab 21 Uhr. Zu spät für unsere  Freunde, um anschließend im Dunkeln zur Grenze nach Weißrussland zu fahren. So bestellten wir uns einen Bekannten der Pension, der uns mit seinem privaten Pkw zur Fähre fahren sollte. Am Vormittag fuhren wir noch zu Walter Wallenschuss in der ehemaligen Moorkolonie Bismarck. Als wir ankamen hatte er gerade Besuch eines deutschstämmigen Bauern und Fischer aus Ruß - Willi Kanscheit. Er war aber erst nach 1945 geboren und wusste wie Walter über die ehemaligen Bewohner von Sziesze fast gar nichts. Interessant ist, dass in einem Fernsehbeitrag vom 25. Dezember 2003 vom “mdr” (Wiedersehen in Ostpreußen, Land und Leute - gestern und heute) ein Interview mit Walter Wallenschuss enthalten war.
So schön ein Besuch in der alten Heimat und Litauen überhaupt auch sein mag, man freut sich auch wenn es wieder heimwärts geht. Da wir offiziell eine 4-Mann-Innenkabine gebucht hatten, eine Außenkabine war nicht machbar gewesen, versuchten wir schon beim Einchecken dies zu ändern. Der Zahlmeister sagte, dass nichts frei sei und wir sollten es bei der Rezeption auf dem Schiff versuchen - nichts frei war auch hier die Antwort. Bald liess uns der Zahlmeister suchen und bot uns eine 4-Mann-Kabine für eine 2-Mann-Belegung an. Erlärte aber, dass wir dafür aber die nicht belegten Betten zu zahlen hätten -~180 €. Gleichzeitig machte er aber das Angebot, dass es auch für 100 € gehen würde. Wir einigten uns auf 90 € ohne Quittung, bekamen die Schlüssel und waren glücklich eine Einzelkabine für 20 Stunden zu haben. Bei der Ausfahrt aus dem Hafen in Klaipeda erwischte uns ein Sturm, der unsere Schubladen in der Kabine auf und zu fliegen liess. Am nächsten Tag hatten wir schönes Wetter und Kiel empfing uns freundlich.

Fotogalerie Teil 3 der Reise nach Litauen - Ausflug nach Kaunas

Fotogalerie Teil 4 der Reise nach Litauen - Silute - Klaipeda-  Wallenschuss

Bahnhof

Feuerwehr

Postamt

Tilsiter

Altes Haus

Neuer Markt

Russisch

Volksschule

Museum 1

Museum 2

Aula

Wallenschuss

 Haus von W.

Holz von W.

Stall von W.

Willi & Walter

Walter & Wir

Litauerhaus

Ännchen

Markt Kl.

Haus KL.

Segelschiff

Supermarkt

Pension Hey.

Pension Hof

Erfreut

Kabine

Ankunft Kiel

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Litauen 2003
Lithuania