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Am 29. August 1961 begann mein neuer Lebensabschnitt als Jungingenieur in Magdeburg. Durch meinen Studienfreund Wilfried genannt ”Franz” Leseberg hatte ich mich mit dem Studienabschluss beim VEB “Georgi Dimitroff” in Magdeburg- Buckau als Konstrukteur im Baggerbau beworben und bekam auch diese Stelle. Es war damals in der DDR so, dass fast jede Firma qualifizierte Fachkräfte händeringend suchte. Wohnungen oder Zimmer gab es damals so gut wie gar nicht und so wohnte ich einen Monat im Bauarbeiterhotel in der Hohen Straße in der Neuen Neustadt. Und wie der Teufel es will, von meiner heutigen Wohnung kann ich auf dieses ehemalige Quartier, heute Pension Nord, sehen. Danach zog ich nach Sudenburg in die Jordanstraße 21 zu Frau Matthes, die ein Zimmer vermietete. Der Spaß an der Sache, ich musste ihr Telefon mit mieten. Wer hatte damals schon Telefon? Wer konnte es sich leisten? Wer bekam eines? Für mich war es jedenfalls nicht Quatsch, aber ich hatte es in meinem Zimmer und vielleicht habe ich auch ein oder zweimal im Monat telefoniert. Im Konstruktionsbüro des Baggerbaus nahmen noch Franz Leseberg und Ursula Polinski (verh. Schulze) aus unserer Seminargruppe ihre Tätigkeit als Konstrukteur auf. Franz und ich landeten jedoch nicht im Maschinenbau sondern im Stahlbau. Da unsere Stahlbauausbildung jedoch auch sehr gut war machte es uns eigentlich nicht viel aus in dieser Branche zu arbeiten. Was uns störte war unser großes Grundgehalt: I1 mit Brutto 640 Mark und Netto 480 Mark. Aber dieses Schicksal teilten wohl alle Absolventen. Wir hatten insofern Glück, dass wir an der Neuentwicklung eines Eimerkettenbaggers, des DS 3150, mitwirken konnten. Was mir persönlich nicht so gefiel, ich durfte im Wesentlichen die Treppen, Geländer und Podeste zwischen den einzelnen Etagen des Baggers und die Außenverkleidung konstruieren. Der Anspruch bei dieser Tätigkeit lag im Wesentlichen in der räumlichen Vorstellungskraft. Festigkeitsmäßig war alles dermaßen überdimensioniert, sod ass keine Nachweise oder Ähnliches zu führen waren. Da diese Tätigkeit fast ausschließlich Schweißkonstruktionen betraf, machten Franz und ich nach Feierabend den Schweißerpass, um anschließend im Fernstudium den Schweißingenieur zu bauen. Abschluss war 1963. In diesem Konstruktionsbüro für Bagger lernte ich Karin, auch heute nach 47 Jahren meine Ehefrau, kennen. Wir heirat eten 1963 in Rerik an der Ostsee. Das nebenstehende Foto zeigt unser Hochzeitsbild mit Töchterchen Heike. Heike hat einen 30-jährigen Sohn Stephan und feierte bereits vor 7 Jahren ihre Silberne Hochzeit. 1964 wurde unser Sohn Michael geboren. Er ist über 22 Jahre mit Nora verheiratet. Sie haben ebenfalls einen Sohn Robert (25 Jahre). Im Jahre 2003 besuchten wir erstmals wieder Rerik und begaben uns ein wenig auf Spurensuche. Das kleine Foto rechts zeigt uns auf der neuen Seebrücke in Rerik. Rerik ist wie alle ostdeutschen Ostseebäder erneuert und immer eine Reise wert..
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