Gut sichtbar im unteren Foto ist der 1,8 km lange Niegripper Verbindungskanal. Über diesen Verbindungskanal kann die Schifffahrt direkt vom Elbe-Havel-Kanal durch die Schleuse Niegripp in die Elbe gelangen. 12 km elbaufwärts gelangt man über das Schiffshebewerk Rothensee in den Mittellandkanal. Seit dem 21. Mai 2001 steht  auch die neue Sparschleuse Rothensee zur Verfügung. Die  Schleuse in Niegripp wurde 1938 nach zweijähriger Bauzeit, zeitgleich mit dem Schiffshebewerk Rothensee und dem Mittellandkanal, für den Verkehr freigegeben.

Luftaufnahme der Schleuse in Niegripp
Elbe, Niegripper Verbindungskanal, Schleuse und darüber der Elbe-Havel-Kanal

Technische Daten:
Länge:                 167,60 m     
Nutzgröße:         165 m * 11,5 m * 2 m
Breite:                 12,20 m
Häupter:              Lichte Weite 12,00 m
Bauart und Baustoff der Häupter:     Stahlbeton
Kammerwände: Verankerte Spundwände
Hubtore:              Stahl                                            

In den den letzten Jahren wurde die 1938 fertiggestellte Schleuse bei Niegripp  grundhaft Renoviert. Nun erstrahlt sie in neuem Glanz und kann verlustfrei betrieben werden.

Gegenwärtig (April 2010) steht das neue Pumpwerk kurz vor seiner Fertigstellung. Damit kann der Elbe-Havel-Kanal kostengünstiger als bisher mit genügend Wasser zur Sicherung von 4 m Wassertiefe für die Schifffahrt versorgt werden. Die Versorgung erfolgt bislang über die Sparschleuse Rothensee mit  ~18 m Hubhöhe. Ein kurzer Vergleich: Die Pumpen an der Sparschleuse in Rothensee haben eine Leistung von 800 kW und die an dieser Schleuse nur 150 kW.

Das alte Pumpwerk von Niegripp:
Erbaut 1938 mit einer rechnerischen Förderleistung von 2 x 3 m³/s.
In den 22 Betriebsjahren maximale Förderleistung 2 x 1,55 m³/s.
Stilllegung des alten Pumpwerkes 1960.
2002 ergab eine bautechnische Gesamtbegutachtung, dass sich alle Bauteile des Pumpwerkes in einem schlechten bis kritischen Zustand befanden.

Neubau (~ 10 Mio.€) eines Pumpwerkes an alter Stelle :
Maximale Förderleistung 3 x 3,5 m³/s bei Hgeo = 1, 4 m.
Bau inclusive Freispiegelleitung zur Überleitung von Elbwasser bei Wasserständen der Elbe am Pegel Niegripp über dem Betriebswasserstand der Haltung Hohenwarthe - Zerben (BWo).
Das Wasser wird über 2  ~ 490 m lange GFK-Leitungen mit je 1800 mm Durchmesser in den Einfahrts- bzw. Wendebereich der Schleuse geleitet.
Dieser Ersatzneubau wurde von 2008 bis 2011 auf der Elbseite vor der Schleuse Niegripp errichtet

Hubtor am Elbe-Havelkanal
Hubtor zur Elbe , links Steuerzentrale
Pumpenhaus an der Elbseite mit Rechen (links)
Einlaufbereich noch mit Sicherungsspundwänden
Pumpe mit Druckleitung
Freispiegelleitung D=1800 mm
Auslaufanlage im Vorhafen  der Schleuse
BuiltWithNOF

Schleuse Niegripp
Ship Lock Baujahr 1938