Signet mit der Sparschleuse in Rothensee
Der offizielle Baubeginn der Sparschleusenanlage in  Rothensee (SpMR) war der 28. April 1997. Der “erste Spatenstich” erfolgte am 19.06.1997 durch den damaligen Verkehrsminister Matthias Wissmann. Nach 43 Monaten sollte Bauende sein.  Die Übergabe der Sparschleusenanlage in  Rothensee erfolgte am 21. Mai 2001.
Geplante Baukosten:          165 Mio. DM       Ist:   ~112 Mio. €   (21. Mai 2001)!


Schwimmpoller:
Als Sicherheitsvorrichtung dienen 8 Schwimmpoller, die in 1,50 m tiefen Nieschen in der westlichen Wand der Schleusenkammer geführt werden. Dazu wurde diese Wand mit 2,60 m in der Schleusenplanie dicker ausgeführt. Die östliche Wand ist 2,00 m dick. Das Gesamtgewicht der Schwimmpoller beträgt ca. 14 t.
Notverschlüsse:
Für Revisionsarbeiten an den Toren sind Stützböcke mit Dammtafeln vorgesehen. Die Verschlüsse bestehen im Oberwasser aus 12 Feldern und im Unterwasser aus 6 Feldern.
Anzahl der Dammtafeln:  98 Stück   Abmessungen:  3.100 mm * 1.300 mm  Gesamtgewicht ca. 142 t.
Für das Pumpwerk sind auf der Unterwasserseite zweiteilige Dammtafeln vorgesehen. Der Pumpenkanal kann im Oberhaupt durch eine Rolldammtafel abgeschlossen werden.
                                                                                                           
Das Unterhaupt mit Pumpenhaus in der Bauphase
Trapezförmiger Längskanal in der Westseite der Schleuse

Technische Daten:
Hauptabmessungen:
Länge:                                           190,00 m
Breite:                                              12,50 m
Hubhöhe:               10,45 m  bis    18,46 m
                    abhängig vom Elbwasserstand
Schleusentore:
Untertor (2 Flügelstemmtor)
Höhe:                                             21.800 mm
Breite:                                           12.500 mm
Gesamtgewicht:                          ca. 200 t
Obertor (Zugsegmenttor)
Breite:                                            12.500 mm
Höhe:                                               5.300 mm
Gesamtgewicht:                           ca.  40 t
Verschlüsse (Rollschütz):
Sparbecken:                                     6 (1) Stück
Gesamtgewicht/Stück:                      81 t
Abmessungen:         2.000 mm * 3.250 mm
Längskanäle:                                   4 (1) Stück
Gesamtgewicht/Stück:                      58 t
Pumpwerk:
Anzahl:                                                    5 Stück
Leistung:                     3,5 m³/s. = 17,5 m³/s.
Motor:                                                 800 kW
                   Anlauf über Drosselstellung,
                   stehend, wassergekühlt

Dammtafeln zum Abschotten des Vorhafens
Schleusenkammer- Wände vom Unterhaupt aus gesehen

Fotos von der Übergabe der Sparschleuse Rothensee am 21.Mai 2001

OB Polte am Unterhaupt am Einweihungstag der Schleuse  am 21. Mai 2003
Die Gilde der Festredner am Tage der Einweihung 2.v.r. OB Polte
Die 1. Fahrt in die Schleuse, das band wird zerschnitten

Eemalhiger OB Stadt MD Dr. Polte vor dem Unterhaupt der Sparschleuse

Die Gilde der Festredner vor dem Oberhaupt der Sparschleuse

Das 1.Schiff vor der Einfahrt in die Sparschleuse zur 1. Talfahrt. Hier wird gerade das Band durchtrennt!

ARGE Schleusenanlage Rothensee
Hauptfirmen: Bilfinger+Berger  Bauaktiengesellschaft   
                          DSD                           Dillinger Stahlbau GmbH
                          Wacht   GmbH            Erd-, Tief- und Wasserbau - Sand - Kies - Steine
                          HYDRO                     Wasser- und Tiefbau GmbH

Der Leitstand im Unterhaupt der Schleuse
Genügend Bildschirme für ein sicheres Schleusen

Bauphase am Unterhaupt und ganz rechts ist einer der Längskanäle innerhalb der Sparschleuse.

Seit der Übergabe der Sparschleuse am 21. Mai 2001 wurden bis Ende Februar 2003 insgesamt 10.200 Schiffe geschleust! Wesentlich ist auch, dass in dieser Zeit nur an 17 Tagen die Schleuse nicht genutzt werden konnte. Der Auslastungsgrad beträgt damit immer noch weniger als 50 %.

Am Montag den 31. März 2003 wurde die Schleuse geleert, rund 50.000 Millionen qm Wasser wurden in den Rothenseer Abstiegskanal  abgelassen und abgepumpt. Grund: Nach 2 Jahren Betriebszeit lief die Gewährleistungsfrist ab und damit musste das Objekt auf Herz und Nieren geprüft werden, um vorhandene Mängel und Fehler zu entdecken, die vom Auftragnehmer kostenlos zu beheben waren. Bis Gründonnerstag konnte die Schleuse nicht genutzt werden. Für Besucher gab es keine Einschränkugen.

Querschnitt des Zulaufwerkes
Sparschleuse MD-Rothensee am Unterhaupt mit Aussichtsturm
Grundriss der Sparschleuse und eingezeichneter Dichtwand

Weitere Bauleistungen:

Bodenmanagement:

Aushubmassen

600.000 m³

Verfüllmassen

1.600.000 m³

 

Oberboden

 66.000 m³

Sohldichtung

70.000 m²

 

Deckwerk

150.000 m²

Rüttelstopfverdichtung

37.600 m³

Dichtwand :

Gesamtlänge

1.130 m

Dichtwandfläche

14.500 m²

 

Querschott UVH

930 m²

Max. Aushubtiefe

16 m

Ortbetonrammpfähle:

Durchmesser

51  und 58 cm

Anzahl

739 Stück

 

Gesamtlänge

7.940 m

Bewehrungsgehalt

30 bis 35 kg/m

 

Stahlrammpfähle

PSp 600 und 900  ca. 530 m

Anzahl

28 Stück

Spundwände:

Menge

 5.000 t

Rundstahlanker     13.100 m

 d = 70 bis 110 mm

 

MV-Pfähle HEB 300

110 Stück

Länge  13,30 m

 

Winkelstützwände:

Blöcke

45 Stück

Laufende Meter

560 m

Techn. Daten Bau:

Beton

171.060 m³

Schalung

118.500 m²

 

Bewehrung

18.730 t

Bewegte Erde

2,2 Mio. m³

Diese Schleuse wurde als Bypass zum benachbarten Schiffshebewerk als Erstes gebaut. Zwei Gründe waren maßgebend: 1. Möglichst früh den Zugang größerer Schiffe vom westlichen Mittellandkanal zu den Magdeburger Häfen und zur Elbe schaffen. 2. Hochwasserentlastung vom Mittellandkanal zur Elbe, da sich die Hochwasserentlastung am westlichen Widerlager der Kanalbrücke befindet und befand. Dieses Widerlager musste vor dem Bau der Kanalbrücke abgerissen werden.

BuiltWithNOF

Sparschleuse Magdeburg-Rothensee
Recuperation Lock Baujahr 2001